AFRIKA! DIE PERSPEKTIVE DES KONTINENTS

Afrika - ein Kontinent jenseits unserer Wahrnehmung. Medien zeichnen ein wenig realistisches Bild von unserem Nachbarkontinent. Über Afrika wird vor allem in Zusammenhang mit den K-Themen berichtet - K wie Kriege, Krisen, Katastrophen, Korruption, Kriminalität, Krankheit und Kapitalflucht.

Schlechte Presse mit Folgen. Die Auswirkungen der einseitigen Afrika-Berichterstattung sind dramatisch und schaden vor allem der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Wer möchte schon in Länder investieren, die angeblich an der Kippe zum nächsten Bürgerkrieg stehen?

Aus dem afrikanischem Blickwinkel. Die Nachrichtenagentur afrika.info geht in der Informationsbeschaffung neue Wege. Wir arbeiten mit einem erstklassigen Netzwerk aus afrikanischen Korrespondenten vor Ort. Von Kairo bis Kapstadt. Von Dakar nach Mogadischu.

Südsudan: AIDS-Kranke haben kaum Chance auf Therapie

Juba. Sabur Samson hat die Fahrt im 'Bodaboda', einem Motorradtaxi, zum HIV-Zentrum des Zivilkrankenhauses in Maridi im südsudanesischen Bundesstaat Western Equatoria umgerechnet sechs US-Dollar gekostet. Das heißt für die 27-Jährige, dass sie in den nächsten Tagen mit weniger Nahrungsmitteln auskommen muss.

Südliches Afrika: Elefanten und Nashörner akut bedroht

Lilongwe. "Wir sind unterbezahlt und haben keine Gewehre. Und in den meisten Fällen sind uns die Wilderer zahlenmäßig überlegen", sagt Stain Phiri, Wildhüter in dem etwa 400 Quadratkilometer großen Schutzgebiet Vwaza in Malawi.Seit einigen Jahren wird in Malawi und anderen Ländern des südlichen Afrikas verstärkt Jagd auf Elefanten und Nashörner gemacht.

Kenia: Wirtschaftlich auf einem guten Weg

Nairobi. Jedes Jahr im Dezember besteigen Lucy Mwende und ihre beiden Kinder den Nachtbus, um sich zu Kenias weißen Sandstränden am Indischen Ozean transportieren zu lassen. Doch diesmal bleibt die Familie zu Hause in der Hauptstadt Nairobi. "Denn überall dort, wo viele Menschen sind, könnten Terroranschläge stattfinden", begründet Mwende die Entscheidung.


Reiche Helden, armes Afrika: Bob Geldof schürt wieder Vorurteile

Gleich vorweg: Ich habe zu Bob Geldof eine ambivalente Einstellung. Seine Autobiographie »Is That It?« hat mich als 15-Jähriger enorm beeindruckt (man erkennt unschwer den persönlichen Wert – ich habe das Buch damals sogar eingebunden). Und wahrscheinlich haben mich Geldofs Bekenntnisse sogar in meiner Entscheidung beeinflusst, Afrikanistik zu studieren.

Gedanken zur Ebola-Berichterstattung

Ich habe der Katholischen Nachrichtenagentur KNA in Bonn ein Interview gegeben. Das Thema ist heikel: Die Ebola-Berichterstattung in den Medien. Das Interview wurde heute verbreitet und erhält bereits erste Resonanz, wie hier im Berliner Tagesspiegel.